Layout und G-Code Erstellung mit PCB

PCB ist ein Teil der gEDA Programmsammlung, mit der sich elektronische Schaltungen entwickeln lassen.

Mit PCB sind im Gegensatz zur Lightversion von Eagle beliebig große Platinen herstellbar. PCB bietet sich daher für größere und komplexere Platinen an.

Das Layout muss auf dem Bottom gezeichnet werden (also die SMD Bauteile übern den Mirror-Befehl auf den Bottomlayer spiegeln!), da mit der CNC-Fräse nur einseitige Layouts hergestellt werden können. Nach dem Layouten kann das Board per:

Select -> Select all visible Objects

und den Buffer Befehlen, falls gewünscht, vervielfältigt und nach unten Rechts verschoben werden, da das der Nullpunkt für den G-Code ist.

Das Layout kann über File -> Export Layout -> gcode exportiert werden.

Measurement-unit unbedingt im Vornherein auf mm stellen!

-Mill-depth gibt an, wie tief der Stichel in die Platine fräst. Richtwert beträgt -0.08mm

-Safe-Z gibt an, wie hoch der Stichel bei nicht aktivem Fräsbetrieb über die Platine verfährt. Richtwert : 2mm

-Tool-radius gibt an, wie breit der Stichel bei angegebener Frästiefe ist. Für die 30° Stichel gilt als Richtwert: 0,1mm

-Drill-depth gibt an, wie tief die Löcher beim Bohren sein sollen. Richtwert hier Platinendicke + 1mm also für eine 2mm dicke Platine -3,0 mm ACHTUNG! Bei zu tief eingestellter Drill-depth kann die Fräse beschädigt werden!

Durch anschließendes klicken auf OK wird der G-Code generiert und im Ordner des Projekts abgelegt. Die für uns interessanten Dateien enden auf ....bottom.cnc und ....drill.cnc.

Da PCB leider keine Einstellung der Schrittgeschwindigkeit im Generatorfenster zulässt, muss diese manuell im G-Code angepasst werden. Dazu die jeweilige Datei (Bottom oder Drill) mit z.B. gedit öffnen:

Hier in der markierten Zeile den letzten Eintrag F25 auf F250 erhöhen und speichern.

F250 gibt die Verfahrensgeschwindigkeit in mm/min an. In diesem Falle also 25cm pro minute.

Anschließend kann das Board gefräst und gebohrt werden. Siehe Layout Fräsen.