3D-Druckanleitung

Beim Drucken sollte man sich an folgende Anleitung halten.

Blender Modell erstellen:

  • 1: Während des Erstellens immer auf Mannigfaltigkeit prüfen (Blender: STRG+SHIFT+ALT+M)
  • 2: Das zu druckende Objekt muss in Blender als ein Objekt darstellbar sein, d.h. in der Scene darf sich nur ein Objekt befinden!
  • 3: Zum einfacheren Erstellen die Boolean-Funktion verwenden (Zusammenfügen einzelner Objekte). Achtung: Blender achtet bei dieser Funktion nicht auf Mannigfaltigkeit! Es kann passieren, dass man sich mit dieser Funktion mehr Arbeit macht als erspart. Vorher also immer Abspeichern!
  • 4: Am Ende Größe des Objekts überprüfen (1 Einheit im Global-Koordiantensystem = 1mm). Dabei entspricht 1 Kästchen auf der "Standart X-Y-Ebene" 1 mm. Alternativ kann ein Standartwürfel (SHIFT+A -> Mesh -> Cube im 3D-View-Fenster) erstellt werden, der 2x2x2 mm besitzt (also 2x2x2 Kästchen)
  • 5: TIPPS: Man kann nicht oft genug speichern! Meist kann man bereits erstellte Objekte bzw. Rohformen verwenden um über Boolean neue zu erstellen!


Software-Einstellungen (unter Verwendung von Slic3r):

  • ACHTUNG: Da Slic3r die zuletzt verwendeten Einstellungen nie übernimmt muss die Config jedes mal neu geladen werden!
  • 1: Mit CAD-Software eine STL Datei erzeugen (Blender: File->Export->STL)
  • 2: Slic3r verwenden um Parameter anzupassen (SieheSlic3r Einstellungsmöglichkeiten)
  • 3: STL Datei in GCode wandeln (Slic3r: Slice links oben klicken und STL-Datei auswählen)



Hostsoftware und Druckstart:

  • ACHTUNG: Es wird davon ausgegangen, dass der Drucker richtig kalibriert und gewartet wurde!
  • 1: Drucker über USB an Computer anschließen
  • 2: Hostsoftware starten
  • 3: GCode-Datei in Hostsoftware einbinden (Printrun/Pronterface: Load File -> GCode-Datei auswählen -> Öffnen)
  • 4: Hostsoftware mit Drucker verbinden (Printrun/Pronterface: einfach connect klicken, da die Software meist selbst erkennt an welchem USB-Anschluss der Drucker angeschlossen ist)
  • 5: Drucker bereits vorheizen um lange Wartezeiten zu verkürzen (ABS: Extruder: 255°C; Bed: 155°C; PLA: Extruder: 205°C; Bed: 85°C)
  • 6: In Hostsoftware das Objekt überprüfen, da eventuell Fehler beim umschreiben von STL zum GCode auftreten können (Printrun/Pronterface: Auf das Bild in der Mitte klicken und mit SHIFT+Mausrad die einzelnen Layer durchgehen)
  • 7: Überprüfen ob genug Material zum Drucken zur Verfügung steht. (20min ~ 15cm)
  • 8: Das Objekt drucken (Printrun/Pronterface: Auf Print klicken)
  • 9: Überprüfen ob sich der Computer selbst ausschaltet, z.B.: für Updates oder Energiesparmodus. Diese sollten ausgeschaltet werden damit der Drcuk nicht unterbrochen/abgebrochen wird.



Kalibrierung/Wartung:

1) ABS-Material verwendet:

  • 1: Kontrollieren ob die Lichtschranken auf den End Stops richtig positioniert sind
  • 2: Die 3mm Hohe Aluminium Platte mit PET oder Kapton Klebeband blasenfrei und ohne Überlappungen abkleben.
  • 3: Die Höhe der beiden z-Achsen auf gleiche Höhe kontrollieren.
  • 4: Den Abstand zwischen Hot End und Druckplatte auf einen Abstand von ca 0,5 mm einstellen.
  • 5: Mithilfe der manuellen Steuerung der Host Software alle Bereiche auf der Platte aufmerksam abfahren und den Abstand kontrollieren.
  • 6: Heizmatte auf 150 °C aufheizen, Hot End auf 250 °C heizen.
  • 7: bedleveling.stl drucken. Falls der Druck nicht klaptt, die Punkte 3-5 erneut durchgehen.
  • 8: Nun wird die senkrechte Druckqualität kontrolliert indem man die Datei 0.5mm-thin-wall.stl druckt. Falls die Druckqualität nicht ausreichend ist, muss Extrusionsrate und Hotend-Temperatur angepasst werden.

2) PLA-Material verwendet:

  • 1: Kontrollieren ob die Lichtschranken auf den End Stops richtig positioniert sind
  • 2: Glasplatte mit Klammern befestigen
  • 3: Glasplatte auf Fettflecken/Fingerabdrücke überprüfen und ggf. reinigen.
  • 4: Die Höhe der beiden z-Achsen auf gleiche Höhe kontrollieren.
  • 5: Den Abstand zwischen Hot End und Glasplatte auf einen Abstand von ca 0,5 mm einstellen.
  • 6: Mithilfe der manuellen Steuerung der Host Software alle Bereiche auf der Glasplatte aufmerksam abfahren und den Abstand kontrollieren.
  • 7: Heizmatte auf 60 °C aufheizen, Hot End auf 210 °C heizen.
  • 8: bedleveling.stl drucken. Falls der Druck nicht klaptt, die Punkte 3-6 erneut durchgehen.
  • 9: Nun wird die Druckqualität in z-Richtung kontrolliert, indem man die Datei 0.5mm-thin-wall.stl druckt. Falls die Druckqualität nicht ausreichend muss Extrusionsrate und Hotend-Temperatur angepasst werden.

3) Kalibrierung auf RepRap(ENG)
4) Kalibrierung des Extruders auf RepRap(ENG) Eher allgemeine Berechnung, nicht auf den verwendeten Drucker zugeschnitten.

Material neu einspannen:
Das Material muss am Extruder zwischen der aufgerauten Fläche der Schraube und dem Kugellager, das durch zwei Federn gegen die Schraube gedrückt wird, eingespannt werden.


Fortsetzung von gestoppten Druckvorgängen:
Will man einen Druckvorgang unterbrechen und später wieder aufnehmen, so ist es wichtig, diese Abfolge zu berücksichtigen.

  1. Innerhalb des Programmfensters der Host Software wird die in der untersten Statuszeile ausgeführte Codezeile notiert. Der Druckvorgang wird im Anschluss unverzüglich abgebrochen, um ein Fortschreiten des abgearbeiteten GCodes zu verhindern.
  2. Nun öffnet man den Gcode in einem Texteditor seiner Wahl, wobei der Zeilenumbruch aktiviert sein sollte. Man geht nun an die notierte Zeile im GCode und sucht den nächstgelegenen Befehl zur Steuerung der Motoren in Richtung der z-Achsen.
  3. Alle vorherigen Motorbefehle werden gelöscht.
  4. Anweisungen zu Beginn des GCodes müssen auf Notwendigkeit überprüft werden.
  5. Man speichert die Datei und achtet auf Konsistenz der Dateiendung.
  6. Bei Wiederaufnahme des Druckvorgangs erwärmt man zuerst die Heizplatte auf die angegebene Temperatur, um die Verbindung zwischen Druckobjekt und Druckplatte wiederherzustellen.
  7. Anschließend kann man den Druckvorgang starten und es sollte zuerst eine Bewegung in z-Richtung beobachtbar sein.
  8. Das Druckbett darf während des Zeitpunkts des Stopps und der Wiederaufnahme nicht bewegt werden, da sonst ein Offset zwischen Druckobjekt und dem neu aufgenommenen Druckvorgang entseht.
  9. Achtung: Bei zu hohen Objekten kann eine Schrumpfung einsetzen, die dazu führt, dass der Drucker über der obersten Objektschicht druckt. In diesem Fall besteht die Möglichkeit die Höhe manuell an den Z-Achsen einzustellen. Dabei sollten der Extruder in Z-Richtung symmetrisch herabgesetzt werden.

 

 

 

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Slic3r_config_PRotos_0.5-ABS_test03veryhighinfill.INI)Zahnradconfig[ ]%2012-%12-%10 %0:%Dez%+01:00